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Stichwortverzeichnis Bergmännischer Begriffe

Ø  E

Einfallen, das: stärkste Neigung eines Erzlagers zur Horizontalen

Einschieben, das: Neigung von Erzmulden und -satteln zur Horizontalen

Einzelfeld: einzelnes Grubenfeld innerhalb größerer Konso­lidationsfelder

Eisen, das bergmännische: spitzer Handbohrer, auch Meißel

Elektrohaspel: siehe Haspel

Elektroschrapper: siehe Schrapper

Erbstollen: Entwässerungs- (Wasserlösungs-)Stollen für mehrere angeschlossene Grubenbetriebe

ersaufen: voll Wasser laufen

Erzbunker: Vorratsbunker für den Erzversand von der Grube

Erzlager: siehe Lager

Erzsorten;

a) Roteisenstein: Erztyp, welcher an der Grenze vom Mittel- zum Oberdevon durch Zustrom von Eisenlösun­gen vom Erdinnern her - welche in einem flachen Meer oxydierten und abgelagert sind - entstand. Je nach Mischungsverhältnis mit anderen Verbindungen tritt er als »Blanker Roteisenstein« (Sorte I, hoher Fe-Gehalt von 45% und mehr, dabei wenig Kieselsäure), Flusseisenstein (Kalkanteil mehr als 10%) sowie alsTempererz/ (Kalkanteil geringer als 1.5%) auf

b) Brauneisenstein: gehört zu den Verwitterrungserzen bzw. -lagerstätten; wurde am Rand und auf dem Rücken von Kalkzügen aus eisenhaltigen Lösungen ;ausgefällt. Brauneisenstein ist oft manganhaltig und enthält oft große Mengen chemisch gebundenes Wasser. Vorkommen in Nestern und Mulden

c) Basalteisenstein: aus dem Basalt gelöste Eisenpartien, welche sich nachträglich abgelagert haben. Ärmere Partien mit starkem Anteil von taubem Material werden »Wascherz« genannt

 

Ø  F

Fahrte: aus Holz oder Stahl hergestellte Leiter im Grubenbetrieb, vornehmlich in Schächten usw.

Fahrsteiger: techn. Angestellter einer Grube, dem mehrere Reviere unterstehen

Fahrtrum: Teil eines Schachtes, der zur Personenfahrung dient, siehe auch »Trum« bzw. »Tramm«

fahren, Fahrung: Fortbewegung von Menschen unter Tage - sowohl zu Fuß als auch mit Bahnen. Im Bergbau gibt es kein »Gehen«! (s. a. »Befahrung«)

Federbusch: auf bergmännische Schachthüte aufgesteckter Schmuck mit langen, hängenden Federn (für höhere Dienststellungen)

Federstutz: auf bergmännische Schachthüte aufgesteckter Schmuck mit kurzen, stehenden Federn (für den einfa­chen Bergmann)

Feld, Grubenfeld: genau vermessener untertägiger Bereich eines Grubenbetriebes bzw. eines Teiles davon

Feldeseigentümer: Grubenbesitzer

Firste: obere Begrenzungsfläche einer Strecke (eines Stollens etc.)

Firstenschrägbau: siehe Abbauverfahren

Firstenstoßbau: siehe Abbauverfahren

fiskalisch. Fiskus: staatlich

Flügeltort: von einer Hauptstrecke meist in rechtem Winkel abgehende Nebenstrecke

Flusseisenstein, -lager: siehe Erzsorten

Förderhaspel: siehe Haspel

Fördergerüst: Gerüst aus Holz. Stahl oder Stahlbeton zur Aufnahme der Seilscheiben über dem Schacht (bei neben dem Gerüst stehender Fördermaschine)

Förderturm: Fördergerüst mit innerhalb des Gerüstes angebrachter Fördermaschine (z. B. »Malakoffturm«)

Förderkorb: das am Förderseil hängende Gestell zur Beförderung von Personen und Material

Förderwagen: gleisgebundene Fördermittel zum Transport verschiedenster Gegenstände und Güter, insbesondere Erz und Berge - in einer bestimmten Bauform früher auch Grubenhund oder Hund genannt

Froschlampe: im Salz-, Ton- und Metallerzbergbau bis zum Beginn unseres Jahrhunderts verwendete bergmännische Handlampe für Öl- oder Fettbrand - gefertigt aus Eisen oder Messing

Füllort: Grubenbau im unmittelbaren Schachtbereich, dabei Knotenpunkt und Verschiebebahnhof von der Sohle zur Schachtförderung

fündig: das aufgesuchte Mineral ist vorhanden

Fundpunkt: der bei früheren Grubenfelder-Verleihungen nachzuweisende Bestimmungsort des tatsächlichen Mineralfundes, welcher in den Amtsakten festgehalten wurde