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Stichwortverzeichnis Bergmännischer Begriffe Ø QQuerschlag: quer zur Hauptrichtung des Erzlagers angelegte Strecke
Ø RRasenhängebank: Schachtbereich auf dem Niveau der Erdoberfläche, siehe auch »Hängebank« rauben: endgültiges Wegnehmen des Ausbaus im Untertagebetrieb Referendar, Bergreferendar: untere Dienstbezeichnung eines bergmännischen Staatsbeamten Rennofen: frühzeitlicher kleiner Eisenschmelzofen Revierbeamter: früherer Vorsteher eines Bergreviers (z. B. »Berggeschworener« oder »Geheimer Bergrat«) Reviersteiger: Aufsichtsperson, der mehrere zu einem Revier zusammengefasste Betriebspunkte unterstehen Richtstrecke: in Richtung des Erzlagers verlaufende Sammelstrecke für Förderung, Fahrung, Bewetterung und Transport im Nebengestein Rolle (Erz-, Berge-, Fahr-, Sturz-, Sammelrolle usw.): kleiner untertägiger Schacht für die Beförderung von Erz oder Bergen zur nächstgelegenen (unteren) Sohle Roteisenstein: siehe Erzsorten Rot- Weiß- Kaue: siehe Kaue Rucksacklader: gleisloser Wurfschaufellader mit eigenem Fördergefäß
Ø SSargdeckel: schweres Gesteinsstück, welches sich aus der Firste gelöst hat und hereingebrochen ist Schachtbefahrung: siehe Befahrung Schachthauer: erfahrener, zuverlässiger Hauer, der den besonderen Anforderungen beim Abteufen eines Schachtes gerecht wird Schachthut: zylindrische Stoffkappe mit aufgestecktem Federbusch (für Paraden) Schachtkaue: siehe Kaue Schachtumfahrung: kurze Nebenstrecke zur Erreichung der Gegenseite einer Sohle am Schacht Schießen, Schießschwaden: sprengen. Nachschwaden Schlagwetter: Grubenwetter mit einer Methangas (CH4)-Anreicherung zwischen 5 und 14%, welche durch Temperaturen über 600 °C - bei besonderen Druckverhältnissen gezündet werden und explodieren können; derartige Explosionen kennt man insbesondere aus dem Steinkohlenbergbau Schlägel: altes bergmännisches Gezähe: der »Hammer« Schlägel und Eisen: das alte bergmännische Wahrzeichen: ein Hammer gekreuzt mit einem Handbohrer (Meißel); Symbol des Bergbaues Schlangenbohrer: maschinelle Bohrstange mit rundum laufenden Riefen für den Rücktransport des erarbeiteten Bohrkleines aus dem Bohrloch Schlepper. Schlepperförderung: Förderläufer, mit dem Transport der gefüllten Förderwagen zum Schacht beschäftigter Bergmann schrämen: Herstellen eines Schlitzes unterhalb des zu gewinnenden Minerales zwecks leichterer Gewinnung durch Hereinfallen Schrapper: Lademaschine, welche das Material durch Anziehen der Seile in eine Rolle befördert (z. B. auch bei Kieswerken) schürfen. Schürfbetrieb: das Aufsuchen von Mineralien auf ihrer natürlichen Lagerstätte Schurre: kurze, geneigte Rinne zur Übergabe von Fördergut (z. B. in Eisenbahnwaggons) seiger: senkrecht Seigerriss: senkrechter zeichnerischer Schnitt durch einen Grubenbau im festgesetzten Maßstab Setzkasten: Flüssigkeitsbottich zur Trennung von Erz und Nebengestein nach dem Eigengewicht im pulsierenden Wasserstrom Sinkscheideverfahren: Aufbereitungsverfahren, bei dem das Erz in einer eingedickten Flüssigkeit wegen seines höheren spezifischen Gewichts nach unten fällt, während das leichtere unhaltige Gestein oben schwimmt und abgezogen werden kann Sinteranlage: Vorrichtung, in der feinkörniges Erz erhitzt und so in ein stückiges, gasdurchlässiges Agglomerat umgewandelt wird Sohle: Gesamtheit der etwa in gleichem Niveau aufgefahrenen Grubenbaue Steiger: Aufsichtsperson im Bergbau Steigerhäckel: siehe Häckel Strecke, Streckennetz: horizontaler (söhliger) Grubenbau für Fahrung, Weiterführung, Förderung und Transport Streckenvortrieb: Erweiterung bzw. Verlängerung des Streckennetzes Streichen, das: Hauptrichtung des Erzlagers an der Tagesoberfläche stürzen: abkippen Sturzrolle: siehe Rolle sümpfen. Grubensumpf: Wasserhebung aus überfluteten Teilen des Grubengebäudes, Raum zur Sammlung der zufließenden Grubenwässer Sumpfstrecke: Strecke, die allein der Sammlung von Grubenwässern dient, als Erweiterung eines Grubensumpfes |